4.500 Tote?
Alle reden von Corona, aber um uns herum lauert seit langem ein ganz gefährlicher Kollege der Coronaviren, das Bakterium Legionella pneumophila. Das lebt im Wasser, so ziemlich überall. Am liebsten vermehrt es sich in warmem Wasser, duscht gerne und feiert Orgien, wenn die Rohre zwischendurch mal länger nicht benutzt werden. Vermutlich gehen 15. – 30.000 Lungenentzündungen jährlich in Deutschland, auf das Konto der Biester, mit schätzungsweise bis zu 4.500 Toten.

Der Klempner als Lebensretter
Tatsächlich setzen sich Legionellen gerne in Rohren ab, wenn warmes Wasser länger steht. Im Sprühnebel der Dusche atmen wir sie dann ein. Also Duschen mit Mundschutz? Hat ja jetzt eh jeder einen? Eher nicht. An der Karlah-Raveh-Gesamtschule packt man das Übel an der Wurzel und reißt es mit Stumpf und Stil aus – WORTWÖRTLICH. T&R reißt alle alten Armaturen in den Turnhallen raus und ersetzt sie durch neue, elektronisch gesteuerte. Die spülen ganz von selbst alle 72 Stunden die Leitung durch und vermiest den kleinen Mördern ihr schleimiges Dasein. So können sie sich erst gar nicht ansiedeln.

Coronapause und One-Stop-Shopping
Wenn es mal nicht so läuft im Leben sagt man ja gerne: „Mach’s Beste draus!“. Wird gemacht! Die Turnhallen sind zur Zeit eh zu, das ist eine gute Gelegenheit Dreck zu machen, ohne das es jemanden stört (die Putzfrauen haben Pause, die Sportlehrer auch). Wir sind sogar mit Straßenschuhen in die Halle gegangen – OMG! Wir klotzen also ran, tauschen auch die Speicher gleich mit aus (Risikostelle!) und machen alles wieder hübsch. Da zeigt sich einmal mehr, wenn man so eine bunte Truppe ist, wie wir. Eigentlich hätten wir zwischendurch auf den Fliesenleger warten müssen. Das hätte alles um Wochen verzögern können, haben wir aber selber, jetzt geht’s zack zack. Im Fachjargon nennt man das „One-Stop-Shopping“, oder auf gut Deutsch: Alles aus einer Hand.

Arbeitsunfall
Als Beitrag zur Betriebsgesundheit haben wir dann in der Pause, den Chef ein paar Basketbälle werfen lassen… Das war – nun ja – interessant. Ob wir das bei der BG als psychologischen Betriebsunfall anmelden können? Unser Trauma, als wir das mit ansehen mussten? Wer weiß das schon?

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